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Weil mit dir alles einfach war.
Weil mit dir einfach alles gut war.
Weil ich mit dir ruhig war.
Weil ich mit dir sorglos war.
Weil ich mit dir immer gelacht habe.
Weil ich mit dir Freude empfinden konnte.
Weil ich mit dir neugierig auf das Leben war.
Weil ich mit dir zuversichtlich war.

Obwohl ich dich nicht wirklich kenne.
Obwohl du mich nicht wirklich kennst.

Weil ich ohne dich all das nicht bin.

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Alles und Nichts


Für mich bist du Alles
Aber ich bin nichts

Du hast Sie
Und ich will dich

Du bist glücklich
Aber ich bin zu kaputt

Jeder Tag mit Dir
ist wie der Himmel auf Erden
Ein Tag mit mir
ist nicht der Rede wert

Ich erinnere mich an jede Minute mit Dir
Und Du hast schon fast alles vergessen von deiner Zeit hier

Du weißt genau, was Du im Leben willst
Und ich finde keinen Sinn darin

Ich fühle immer zu viel
Und Du fühlst nichts.

ANGST


Wenn man Angst vor dem Leben hat, dann bedeutet das, dass man vor einfach ALLEM und JEDEM Angst hat. Und irgendwie kann sich keiner vorstellen, wie sich das anfühlt, in jedem Winkel nach kleinen Dingen zu suchen, die einem keine Angst machen und sich an ihnen festzuhalten, wie an einer Boje im Ozean kurz vor dem Ertrinken.
Und würde man loslassen, dann würde das Ertrinken nicht nach ein paar Minuten aufhören. Nein, es würde Jahrzehnte andauern. Ab und an würde man vielleicht sogar wieder kurz an die Oberfläche kommen, aber auch nur, um weit voraus das Ufer zu sehen, an dem die anderen Menschen sich sonnen und ihr Leben genießen. Und man selbst weiß, dass man es nie bis dorthin schaffen wird. Weil man mit jedem Tag, der vergeht, ein Stück weiter vom Strand wegtreibt.
Ich habe unendliche und unbeschreibliche Angst vor dem Rest meines Lebens. Als würde ich es unter Wasser in Qualen des Ertrinkens verbringen. Es ist die Hölle auf Erden und niemand hört einen unter der Wasseroberfläche schreien. Im Vorbeischwimmen würde man nur das verwackelte Bild eines Tauchers sehen und der aufgerissene Mund würde aussehen, wie ein Lachen.

Keiner meiner Beiträge war bisher so schlecht verfasst. Das tut mir eigentlich leid, aber es zeigt meine derzeitige Situation umso deutlicher: Ich bekomme nichts mehr auf die Reihe. Alles, was ich beginne und vorher konnte, bringt kein ansatzweise gutes Ergebnis. Das, was in meinem Kopf ist, kann nicht mehr raus. Ich bin gefangen in meinem Kopf, unfähig, mich auszudrücken. Ich werde keinen Job finden, weil ich nichts mehr kann. Als hätte ich einen Schlaganfall erlitten. Und alles, was ich vor mir sehe ist ein Leben in Angst vor der Zukunft. Und mit jedem Tag, an dem ich wieder versage, verschlechtert sich die Aussicht auf meine Zukunft. Aber umbringen kann ich mich auch nicht. Ich kann nicht raus. Keine Ahnung, ob sich jemand vorstellen kann, welche Panik das auslöst? Ich kann es auch nicht annähernd beschreiben. Es ist alles Angst. Seit Wochen kommen atembeschwerden dazu. Ich bekomme kaum Luft, was die Angst noch verschlimmert, weil ich nicht mein restliches Leben mit Atemnot verbringen will. Ich habe noch nie so einen Beitrag geschrieben. Aber ich muss ihn so veröffentlichen, weil ich alles, was ich beschreiben kann, loswerden muss. Auch wenn es nicht annähernd alles ist. Denn es ist ALLES Angst!!

Ich, mein bester Feind


Man soll sich selbst lieben, um geliebt zu werden – bla bla. Um ehrlich zu sein, finde ich das übertrieben. Wer sich selbst liebt, kann meiner Meinung keinen anderen Menschen lieben. Für mich bedeutet Liebe, eine Person zum Mittelpunkt meines Lebens zu machen. Bis zur Selbstaufgabe. Würde ich hier von der Liebe zu meinem Kind sprechen, würde vermutlich keiner etwas dagegen einwenden. Spreche ich aber von Partnerschaft, ist es auf einmal völlig falsch so zu lieben. Warum? Wozu Liebe, wenn nicht 100%? Wozu Liebe, wenn ich genauso gut alleine klarkommen kann? Die Liebe, die ihr als „Ideal“ beschreibt, ist in meinen Augen verlogen und egoistisch. Weil sie euch nur als „Gesellschaft“ dient. Weil ihr zwar gut und gerne allein sein könntet, es zu zweit aber einfach lustiger ist. Für mich ist Liebe das Leben für einen anderen Menschen. Mit allem, was ich tue, bei ihm zu sein und ihn zu berücksichtigen. Und ihn genauso zu brauchen. Ich will einen Partner im Leben, weil ich ihn brauche. Weil ich mich alleine unglücklich und verloren fühle in dieser Welt. Denn diese Welt ist egoistisch und kalt. Das gesamte Universum ist gleichgültig. Es gibt keinen Sinn im Leben, außer dem Fortbestand und der Weiterentwicklung. Und das nur durch einen Zufall.

Sein Leben mit dieser Erkenntnis allein zu bestreiten ist wahnsinnig deprimierend und frustrierend. Deswegen suchen wir uns Begleiter, denen wir einen Sinn in unserem Leben anheften können. Je mehr wir jedoch nach dieser Person suchen, je verzweifelter wir in dieser Welt sind, desto schwerer wird es und desto weniger wollen Menschen mit uns zu tun haben. Weil wir als „anstrengend“ empfunden werden. Im Grunde liegt die Erfolgschance für eine Partnerschaft also nicht bei der Liebe zu uns selbst, sondern bei der Gleichgültigkeit gegenüber dem gesamten Leben. Menschen, die sich keine Gedanken über Sinn oder Unsinn machen und einfach nur tun, was von ihnen verlangt wird und dabei noch etwas Schönes daran finden können.

Ist man dazu jedoch nicht in der Lage, ist man dazu verdammt, alleine mit seinen Sorgen und Zweifeln zurechtzukommen. Quasi als Strafe dafür, das System anzuzweifeln. Und schon beginnt der Teufelskreis aus Einsamkeit, Selbsthass und Verzweiflung. Denn man wird dazu verdammt mit der Person, die man ist, allein zu sein. Die Person, die Schuld daran ist, dass man allein ist, weil sie einem all diese Dinge von fehlendem Sinn erzählt hat. Und um das je zu ändern, soll man diese Person nun lieben lernen. Die Person, die der Grund für alle Zweifel und Ängste ist. Plötzlich soll man ihr dankbar sein und froh darüber, dass es sie gibt. Sie bewundern und wertschätzen. Das ist so, als müsste man seinem ärgsten Feind dafür danken, dass er einen stets gemobbt und beleidigt hat. Die Aussicht darauf, mein restliches Leben mit dieser Person verbringen zu müssen, ist alles andere als ermutigend für mich.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie sich multiple Persönlichkeitsstörungen entwickeln, aber gerade fühlt es sich so an, als würde ich mich spalten. In ein inneres und ein äußeres Ich. Ich fühle mich, als wäre ich gefangen in meinem äußeren Ich und dem ausgeliefert, was es tut. Als müsste mein inneres „wirkliches“ Ich stets mit den Konsequenzen leben, die mein äußeres, handlungsfähiges Ich, verursacht. Und als hätte es keinerlei Kontrolle über das, was es tut. Mein inneres Ich kann nur reden. Es ist mein Gewissen. Aber es kann das äußere Ich nicht kontrollieren. Wie ein Roboter, der außer Kontrolle geraten ist und ein Eigenleben entwickelt hat.

Ich müsste eine Therapie machen, ja. Da ich jedoch weiß, dass diese bezweckt, mich in eine gleichgültige Maschine zu verwandeln, die aufhört, Dinge zu hinterfragen und stattdessen die schönen Dinge im Leben genießt, habe ich Angst davor. Angst, mich zu verlieren. Zusätzlich ist mir auch völlig unklar, wie Gedanken meine Emotionen beeinflussen sollen. Ich weiß schließlich bereits jetzt, was ich in bestimmten Situationen empfinden sollte. Aber egal, wie viele logische Argumente ich mir vorlege – an dem schmerzenden Gefühl von Enttäuschung und Abweisung ändert das rein gar nichts.

Ich habe keine Ahnung, ob dieser Artikel irgendeinen Sinn ergibt, oder überhaupt etwas aussagt. Alles, was ich empfinde ist Verwirrung und Unklarheit, was ich eigentlich will und wie es weitergehen soll. Ich weiß nicht, ob sich alles ändern würde, wenn ich jemanden finde, der mich liebt, oder ob es alles komplizierter machen würde. Ich fühle mich einfach allein und irgendwie ausgeschlossen. Hauptsächlich ausgeschlossen, weil ich nicht die gleiche Freude für manche Dinge empfinden kann, wie andere. Sie erscheinen mir einfach so bedeutungslos in diesem großen schwarzen Loch von Universum. Und ich weiß nicht, wie ich das ändern soll.

Alles, was wir erreichen können, ist Zufriedenheit


Seit einem Jahr suche ich nun nach dem Glück. Damit meine ich nicht, dass ich nach der großen Liebe suche, sondern ich suche das Glück in mir. Ich suche danach in meinen Leistungen, in meinem Aussehen, in meinen Talenten, in meinen Freunden, in meinem Zuhause, in meiner Disziplin, in meiner Arbeit, in meiner Zukunft. Aber alles, was ich finden konnte, war ein gewisser Grad an Zufriedenheit. Ich habe alle meine Pflichten termingerecht erledigt, mich meiner Talente erfreut, meine Leistungen begutachtet, mein Aussehen bewundert, war dankbar für meine liebevollen Freunde. All das hat mir überaus schöne Gefühle beschert: Ruhe, Gelassenheit, Harmonie. Aber kein Glück. Auch, wenn also alles buchstäblich perfekt ist, bleibt an der Stelle, an der ich Glück erwartet habe, ein leerer Fleck.

Ich habe mich also gefragt, ob wir wirklich fähig sind, ohne Liebe Glück zu empfinden. Und ich glaube nicht.

Glück ist für mich ein Leuchten im Herzen und der Drang, viele tolle Dinge zu erleben. Aber nicht nur zu erleben, sondern auch zu teilen. Und zwar nicht mit irgendwem zu teilen, sondern mit einer Person, die uns näher steht, als alle anderen. Glück ist für mich das Gefühl zu haben, ein Teil von jemandem zu sein, den niemand ersetzen kann. Das könnte auch die Liebe zu seinen Kindern sein. Aber da kann ich nun nicht aus Erfahrung sprechen.

Egal, wie sehr ich mich selbst lieben mag – und ich glaube, ich bin tatsächlich ich in der Lage dazu – ersetzt nichts das Gefühl, von einem Menschen gebraucht zu werden. Und so wichtig mir meine Freunde auch sind, und so viel Freude sie mir bringen, denke ich, das sie mir das, was ich unter Glück verstehe, nicht geben können.

Was mir jetzt bleibt, ist wohl mich damit abzufinden und zu hoffen, irgendwann mein Glück zu finden.

Bis dahin leb‘ ich einfach zufrieden – zur Not auch bis an mein Ende. 😉

Kein Titel


Es ist unfair. So viele Menschen wollen leben, aber sind krank und kämpfen um ihr Leben. Weil sie es wollen! Sie lieben es. Und ich… Ich will’s nicht haben. Ich will nicht leben. Aber ich muss hier bleiben. Keiner erlaubt mir, zu gehen, weil ich den Menschen um mich herum undenkbar große Schmerzen zufügen würde. Aber ich habe auch Schmerzen. Ich leide. Aber niemand erlaubt mir, es zu beenden. Vielleicht erlaubt es mir auch die Angst nicht. Die Angst vor Schmerzen und Konsequenzen. Niemals könnte ich einen Versuch als Hilfeschrei machen. Niemals will ich mich jemandem gegenüber rechtfertigen müssen für etwas, das keiner verstehen kann. Und trotzdem sind die Tabletten in meinem Kopf. Und die höllischen Kopfschmerzen. „Ich hatte nur solche Kopfschmerzen und die Tabletten haben nicht geholfen, da hab ich immer mehr genommen.“ Ich hab wahrscheinlich gar nicht genügend Tabletten da, um es endgültig zu machen.

Ich will nicht, dass morgen die Sonne aufgeht. Ich will, dass die Sonne nie wieder aufgeht. Ich will nie wieder aufstehen und etwas tun müssen, das ich nicht will. Mich waschen, wozu? Es ist nervig, es ist anstrengend. Aber ich kann ohne nicht raus. Also bleibe ich drin. Ich muss ja vielleicht gar nicht essen. Ich bin eh zu dick. Vielleicht könnte ich einfach verhungern? Liegen bleiben, schlafen, um nichts denken und fühlen zu müssen, bis es vorbei ist. Aber wieder sind da Menschen, die das nicht zulassen würden. Sie würden mich in ein Krankenhaus bringen, zwangs ernähren und mich dafür hassen, dass ich dieses Leben nicht will.
Ein Leben, in dem es mich anstrengt, schöne Dinge zu unternehmen, mich zu amüsieren, mit Menschen zusammen zu sein. Ein Leben, in dem ich ständig darauf warte, dass eine schöne Sache vorbei ist und ich wieder allein sein und davon träumen kann, jemand anders zu sein.
Ständig sind da Menschen, die sich sorgen und wissen wollen, wie es mir geht. Und die enttäuscht sind, immer wieder zu hören, dass es nicht besser ist.
Das viele Denken ist so anstrengend. Ich will schlafen. Für immer schlafen.

Warten – Teil II – Fünf Minuten meines Lebens


Jetzt warte ich, dass diese Leere durch irgendetwas gefüllt wird, wie ein Ballon, der nur seinen Zweck erfüllt, wenn er aufgeblasen wird. Aber es gibt nichts, womit sich mein Kopf füllen lässt, weil er voll ist – mit dir. Aber anstatt zu steigen, lässt du mich sinken. Die Enttäuschung macht jeden Schritt nach vorn zu schwer. Ich laufe auf der Stelle. Laufe im Kreis und sehe die gleichen Erinnerungen, immer und immer wieder. Wie du mir sagtest, du würdest ehrlich sein. Wie du mir alle unschönen Wahrheiten gesagt hast, die unbedeutend waren, die du hättest für dich behalten sollen, weil du mir damit all meine eigenen Überzeugungen genommen hast, mich Stück für Stück zum Wrack eines einst prachtvollen Schiffs gemacht hast. Ich habe geglänzt, voller Hoffnungen und Vorfreude auf all die wunderschönen Abenteuer, die ich auf See erleben würde. Du warst meine See – du hast mich getragen. Durch dich war meine Zukunft endlos und klar. Ungewiss und doch mit der Sicherheit, irgendwann an Land zu kommen, in Sicherheit.

Jetzt ist meine Sicht getrübt von den düsteren Aussichten eines einsamen Lebens und dem undurchdringlichen Sturm von Gefühlen, in dem ich treibe. Ohne zu wissen, ob ich es rechtzeitig an Land schaffe, oder einfach untergehen werde. Wer sieht mich schon? Ein kleines Stück Treibholz. Wer braucht mich schon. Wer erkennt, was aus mir werden kann? Es wird viel Arbeit sein, all meine Einzelteile wieder zusammen zufügen. Alles, was ich kann, ist, Geschichten erzählen, von der Einsamkeit und der Sehnsucht. Aber wer will die Geschichten hören? Wo es so viel einfacher ist, ein schönes, aus Zuversicht gebautes Schiff zu kapern, und sicher in den Hafen zu fahren.

Ich weiß nicht, wer ich bin. Wenn mich jemand fragt, dann habe ich keine Antwort darauf. Ich weiß nicht, ob es jemanden geben wird, der es für mich heraus finden will. Der den Lack unter den Kratzern sieht und das Licht unter all dem Schmutz.

Vielleicht hat dieser Text zu viele lächerliche Metaphern. Vielleicht ist er schön. Vielleicht bin ich das. Vielleicht bin ich lächerlich, lächerlich klein, unbedeutend, uninteressant. Dumm. Was kenne ich schon von der Welt, außer Gefühle. Ich kenne alle Gefühle der Welt. Aber nicht die Strände. Nicht die Berge, nicht die Seen. Nur das weite, immer gleiche Meer aus Gefühlen. Aber wer interessiert sich dafür. Für immer. Nicht nur fünf Minuten lang. Fünf Minuten meines Lebens.